Scheitern als Chance

Moderator Christian Dasbach erläuterte gleich zum Start den Ablauf der „FuckUp Night“, bei der auch ein in einem Schaumstoffwürfel eingebettetes Mikrofon eine Rolle spielte: Er wurde ins Publikum geworfen und wer ihn fing, sollte kleine Fragen beantworten. „Ab- oder Untertauchen sowie Wegducken oder -schauen ist dabei nicht gewünscht“, so Dasbach, der locker und amüsant durch die Veranstaltung führte. Die Fragen dienten dem gegenseitigen Kennenlernen. Etwa: „Was führte dich heute hierhin?“ Foto: WH/MV

Wie aus Studienhürden und gescheiterten Unternehmensgründungen neue Chancen werden können, bewies eine Veranstaltung in der Westfälischen Hochschule, bei der scheinbar Gescheiterte ihre Geschichte erzählten, aber auch, wie sich am Ende alles zum Guten wendete. Das Format hat den durchaus deutlichen Namen „FuckUp Night Ruhrgebiet – Student Edition“.

(BL/MV) Den „fuck-up“ übersetzt das Wörterbuch mit „Tollpatsch“: Jemand, der etwas wahrscheinlich unbeabsichtigt, aber deutlich in den Sand gesetzt hat. Etwa das Studium, wenn man merkt, man ist im falschen Fach oder wenn die Hürden im Studium zu hoch erscheinen. Die Westfälische Hochschule hält in solchen Fällen ein ganzes Bündel von Hilfsangeboten für ihre Studierenden bereit, sich neu zu orientieren und persönliche Alternativen zu anscheinend verfahrenen Situationen zu finden. Die „FuckUp Night – Student Edition“ verfolgt dasselbe Ziel, aber auf unterhaltsame Weise: Studierende, die ihre Hürden überwanden oder den Studiengang gewechselt haben, erzählten Mitte November ihre Geschichte im „Großen Saal“ der Westfälischen Hochschule. Auch ehemalige Studierende, die das Studium abgebrochen und eine Ausbildung oder eine Existenzgründung gestartet haben, kamen zu Wort. Jeder und jede hatte zehn bis 15 Minuten Zeit und zeigte in Wort oder auch mit Bildern einen Werdegang aus dem Scheitern zum persönlichen Erfolg. Bei der „FuckUp Night Ruhrgebiet – Student Edition“ berichteten unter anderen die Gründer des Start-ups „smusy“, wie sie zu dieser App gekommen sind, die Schülerinnen und Schülern zu Ausbildungsplätzen und Unternehmen zu passenden Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verhelfen soll. Der Eintritt war kostenfrei und konnte über ein Portal im Internet gebucht werden. Etwa hundert Gäste besuchten die Veranstaltung.

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