Premiere macht Geschmack auf mehr

Samuel Bächli führte durch den Abend mit seinem Dirigentenstab – und Anekdoten aus den Geschichten der Musikstücke. Foto: Denise Rüffer

Rund 200 Musikinteressierte ließen sich Anfang Dezember in besinnliche Weihnachtsstimmung versetzen. Die „Neue Philharmonie Westfalen“ war zum allerersten Mal an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen zu Gast und gab die Stücke bekannter Komponisten aus dem Barock zum Besten.

Wiederholungsbedarf! Dieser Wunsch klang, neben den Stücken von Bach, Händel und Purcell, an dem Abend mehrfach an. Ob langjährige Klassikfans oder neugierige Studierende – der große Saal der Westfälischen Hochschule war schnell gefüllt und bot den Musikern auf der Bühne Aufmerksamkeit und Applaus.

Samuel Bächli führte nicht nur mit seinem Dirigentenstab durch das Konzert, sondern wandte sich auch immer wieder an die Zuschauer, um die Geschichten der Musikstücke zu erzählen. Kleine Anekdoten über König Xerxes, Dido, Kleopatra und Caesar entlockten dem Publikum sowie den Musikern oftmals auch ein Schmunzeln.

Mit der Mezzosopranistin Anke Sieloff wurde die Philharmonie durch eine ausgezeichnete Solistin begleitet. Mit zornigen Tönen wie bei Xerxes bis hin zu emotionalen, verzweifelten Stimmen wie bei Dido füllte sie den Raum mit ihrer beeindruckenden Stimme.

Neben Ohren und Herz wurde natürlich auch der Magen bedient. Mit Glühwein, Lebkuchen und Waffeln verbrachten die Gäste die Warte- und Pausenzeiten in vergnügter, weihnachtlicher Stimmung. Seinen Rest zur Atmosphäre tat das Foyer der Hochschule, das sich sichtlich herausgeputzt hatte.

Ob Musikinteressierte aus der Umgebung oder Studierende und Angestellte der Hochschule – alle waren begeistert und haben gezeigt, dass auch klassische Musik ihren Platz an einer Hochschule finden kann. Insgesamt ein sehr erfolgreicher Abend, der sicherlich ein zweites Mal stattfinden kann. Vielleicht diesmal nicht mit Georg Friedrich Händel, Henry Purcell und Johann Sebastian Bach. Aber auf jeden Fall mit der Neuen Philharmonie Westfalen. (Denise Rüffer)

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